Donnerstag, 22. März 2007
22.3.07 Büro auf Schienen
Heute verbringe ich einen Tag im Zug. Das mache ich gerne, weil man da so ungestört arbeiten kann. Das Telefon bleibt stumm, weil sowieso dauernd die Verbindung abreißt. Und meine E-Mails kann ich bei kurzen Aufenthalten im Bahnhof versenden. Ich setze meine Kopfhörer auf und arbeite konzentriert. Das einzige, was stört sind die Fahrkartenkontrollen.

Dazwischen treffe ich Kunden und esse bei Gosch. Ein gelungener Tag!

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21.3.07 Bonn und der Weg nach Hause
Wir lassen den Tag ruhig angehen und besuchen zum Frühstück ein Café in Bonn. Dazu ignorieren wir die vorhandene Brücke über den Rhein und nutzen eine Personenfähre. Eine schöne Methode um den großen Fluss zu kreuzen. Personenfährenkapitäne laufen nicht Gefahr, stressbedingt zu erkranken.

Letzte Woche habe ich meine Sommerreifen aufziehen lassen, nachdem ich den kompletten Winter ohne Schneekontakt und bei viel zu hohen Temperaturen meine Winterreifen heruntergefahren habe, ist heute Schneechaos auf den Strassen angesagt. Dennoch schaffe ich es nach Hause.

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20.3.07 CeBIT und Pützstück
Der häufigste Spruch, den man sich auf Messen anhören muss ist „Kann ich Ihnen irgendwie weiterhelfen?“ Ich sage dann grundsätzlich: „Mir ist nicht mehr zu helfen.“ Manchmal, wenn ich besonders grausam sein will humple ich dann noch ein paar Schritte. Auf dem Microsoft Stand spricht mich eine sehr aparte junge Frau an und bietet mir Hilfe an. Ich setze meinen Spruch. Sie sagt „Was glauben Sie, wie oft ich das heute schon gehört habe?“ Ich sehe auf die Uhr. 9 Uhr 25. Ich sage „Heute das erste Mal. Aber bitte wundern Sie sich nicht, wenn Sie es auch heute wieder öfter hören.“

Nachdem ich noch einige sehr schöne Gespräche mit Kunden und solchen, die es noch werden wollen führen durfte, mache ich mich auf nach Pützstück. Das gibt es wirklich. Mein Partner und Freund lebt dort mit seiner Familie und feiert seinen Geburtstag.

Unterwegs von Hannover nach diesem netten kleinen Ort in der Nähe von Bonn stelle ich fest, dass zumindest auf dieser Strecke eine gefühlte Geschwindigkeitsbeschränkung von 90kmh bereits eingeführt ist. Das geht in erster Linie auf die Überholtaktik des Schwerverkehrs zurück.

Ist es Nötigung, wenn man einfach auf die linke Spur wechselt, und dadurch jemanden zur Notbremsung bringt? Ja, aber nur wenn Absicht besteht. Und die ist nicht nachzuweisen. Denn wer einfach nach links fährt, weil er im Rückspiegel nichts gesehen hat, der lässt sich nichts zu Schulden kommen. Also: Wer nicht guckt behindert unabsichtlich. Diese juristische Feinheit scheint sich inzwischen Europaweit in den Führerhäusern der Transportbranche herumgesprochen zu haben.

Der Abend wird aber noch sehr lustig und die Reise hat sich gelohnt.

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19.3.07 CeBIT
Der Tag beginnt mit einer unerwarteten Wendung. Ich bin vor allem deshalb auf der CeBIT, weil ich heute Nachmittag eine Podiumsdiskussion moderiere. Der davor geplante Redner und Star-Trainer lässt mitteilen, dass er aufgrund eines massiven Eigentumsdeliktes, das sich in der Nacht gegen seinen Hausstand richtete, nervlich nicht in der Lage sei, anzureisen und den Vortrag zu halten.

Macht nichts. Dann spiele ich einfach den Star-Trainer. Alle Sitzplätze sind besetzt. Viele haben nur noch Steh-Plätze. Als man mich statt des Stars ankündigt, verlässt niemand den Raum. Ich schreie meinen Vortrag in Lärmkulisse der Halle 5. Mir fällt auf, dass nur die stehenden Zuschauer über meine Gags lachen. Die Sitzer bleiben versteinert. Vielleicht wollen Sie sich nur ein wenig vom anstrengenden Messetag ausruhen. Oder sie sprechen nur moldawisch. Was war dieses Jahr noch mal das Partner-Land der CeBIT?

Aber alle bleiben brav 30 Minuten sitzen und hören danach auch noch die Podiumsdiskussion mit zwei Anbietern und zwei Anwendern. Alles klappt und nachher gibt’s Applaus. Jetzt weiß ich, wie sich ein Star fühlt. Ich bedanke mich beim Kollegen und seinen Dieben, dass sie mich um diese Erfahrung reicher gemacht haben.

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18.3.07 Hannover
Am Sonntag geht es schon wieder ins Land. CeBIT ist das Ziel. Es handelt sich dabei um DAS Branchentreffen in der Branche, die sich mit Computer- und Kommunikationstechnik beschäftigt.

Zusammen mit meiner Frau Antje sind wir zur „Executive Night“ des Branchenverbandes geladen. Dort treffen sich die Menschen, die von sich glauben, die entscheidenden Weichen in der Branche zu stellen. Sehen und gesehen werden. Christian Wulf versucht sich mit einer auf die Branche abgestimmten Rede. Als er sein Wort an uns richtet, verstummen die Gäste und hören zu. Ganz anders als bei den langweiligen Reden der Funktionäre zuvor. Dummer Weise stellt sich nach ein paar Worten heraus, dass seine Redenschreiber auf die gleichen Ideen kommen, wie schon die seiner Vorgänger und wohl aller Politiker, die sich nach Schema F vorbereiten. Er spricht von den Erfindungen, die aus Deutschland kamen (Computer, Telefax, MP3,…) und wir müssten endlich auch von der Umsetzung profitieren. Das Publikum kennt die Rede auch schon und der Lärmpegel steigt wieder auf Bar-Niveau. Herr Wulf scheint allerdings Profi genug zu sein um schnell zu reagieren. Er bricht seine Ansprache, die als Festrede des Abends geplant war, nach 3 Minuten ab und erklärt sehr zur Überraschung des noch nicht vorbereiteten Servicepersonals, das Buffet für eröffnet. Ein Abend bei Wichtigs.

Gott sei Dank gibt es nach wie vor Menschen, die sich einfach nur austauschen wollen. Einige davon finden wir und es wird doch noch ein schöner Abend.

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