Dienstag, 24. April 2007
16.-23.4.07
stephanheinrich, 02:53h
16.4.07 Oberding
Ober-Ding oder Ob-Erding? Wenn man auf die Landkarte sieht, findet man den Nachbarort Notzing. Overthing and Nothing? Schwer zu finden sind beide Orte. Aber wegen der Nähe zum Münchner Flughafen im Aufschwung.
Ich bin früh von zu Hause angereist. Nach dem Aufbau meiner Utensilien genehmige ich mir ein Frühstück im Gastraum. Nach kurzer Zeit gesellt sich ein älterer Herr zu mir. Später stellt sich heraus, das es „da Opa“ ist. Ich beichte, dass ich eine der Zeitungen vom großen Familientisch ausgeborgt habe. Er sagt „Is mia ah rechd. Steed eh überoill dees gleiche drin.“ Eine Dame seines Alters bringt mir mein Spiegelei, das ein Rührei ist. Is eh des gleiche. Später sehe ich, dass im Eingangbereich ein Hochzeitsfoto der beiden ausgestellt ist. Ich tippe auf 1940.
An diesem Montag nach Ostern erwartet uns wundervolles Wetter. Wir nehmen das Mittagessen draußen ein. Die Sonne scheint und da Opa flirtet mit den weiblichen Teilnehmerinnen. Einem Handy-Junky zeigt er den besten Empfangsplatz im Innenhof des Landgasthofs. So ist Bayern: Beständig auf der Suche nach dem Modernen.
17.4.07 Oberding und Fahrt nach Haiger
Haiger ist eine Grenzstadt. Zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Haiger hat eigentlich keine eigene Autobahnausfahrt. Das liegt auch am Gelände. Aber nur auch. Last Exit Haiger ist entweder Würgendorf oder Dillenburg. Dazwischen liegt Haiger am Hang. Wenn Sie Haiger nur sehen wollen, fahren Sie einfach die A45 nach Norden und gucken Sie nach links unten. Ich muss raus fahren. In Haiger finde ich auch kein Hotel. Also schlafe ich in Würgendorf. Das ist Deutschland.
Mein Hotel schläft schon, als ich komme. Aber mein Schlüssel steckt. Das ist schön. Nach 4 Stunden Fahrt habe ich Lust auf ein Getränk. Leider kann das beste Hotel am Platz diese Lust nicht befriedigen. Ich stelle meine Tasche aufs Zimmer und nehme die Autobahn zur nächsten Ausfahrt Dillenburg. Ein schönes Städtchen mit hohen Fachwerkbauten. Leider sind auch hier die Gehsteige um 22 Uhr schon fest verriegelt. Gut dass es Tankstellen gibt. Noch ein Wasser und eine DVD auf dem Notebook.
18.4.07 Haiger und Würgendorf
Nach dem Training noch ein Gespräch mit einem Geschäftspartner. Ich lerne viel. Als ich in das Hotel zurück komme ist der Bär los. Was gestern verwaist war ist jetzt der Quell des Lebens. Ich bekomme keinen regulären Parkplatz mehr auf dem Gelände. Das Restaurant ist voll. Menschen in bequemer Freizeitkleidung nehmen viel Raum ein und Grillpfannen zu sich. Schon wieder Deutschland. Fast zum Gongschlag um 22 Uhr sind alle weg. Ach so geht das.
19.4.07 Fahrt nach Frankfurt
Wenn Sie jemals in der Gegend von Bad Homburg Lust verspüren Golf zu spielen, dann versuchen Sie es zu unterdrücken. Geben Sie auf keinen Fall Ihr Geld für ein Greenfee auf dem Golfplatz dort aus. Zumindest nicht in diesem Jahr. Ich war mit meinem Partner dort. Miserable Greens. Baustelle an fast jeder Bahn. Jeder Club der etwas auf sich hält, reduziert die Gebühr, wenn der Platz in diesem Zustand ist. In Bad Homburg hat man das nicht nötig.
Mein Partner legt Wert darauf, dass der Platz zumindest insofern schön ist, dass es ihm gelungen ist, einen 280 Meter Abschlag zu produzieren. Wir erwähnen nur am Rande, dass das Fairway rund 80 Höhenmeter unter dem Abschlag liegt. Und wir lassen komplett unerwähnt, dass der Autor eine der schlimmsten Chaos-Runden seines jüngeren Golflebens erlebt.
20.4.07 Flughafen Frankfurt
Sind Sie schon mal hinten um den Flughafen Frankfurt herumgefahren? Mörfelden wäre ein guter Ausgangspunkt. Sie erleben eine Landschaft zwischen Industrie und Polizeikontrolle, zwischen Power und Verkehrsberuhigung. Das gibt es wohl nur hier in Deutschland. Ein Wirtschaftsmagnet um den sich die Menschen scharen und gleichzeitig dessen Kraft verfluchen. „Schluss mit Fluglärm“ lesen Sie an Plakaten, die in Rufweite zur Startbahn stehen. Aufgehängt an Häusern, die erst seit weniger als 20 Jahren stehen. So sind wir. Schnäppchen mit dem Grundstück und dann klagen.
Nach unserem Termin bitte ich um eine Revenge. Golfplatz Hanau. Respekt. Perfekte Bahnen. Super Greens. Anspruchsvolle Bahnen. Ich fange schwach an und schaffe zum Schluss fast den Ausgleich. Am letzten Loch wird’s noch mal spannend. Sollte nicht sein, aber: Ein gelungener Tag!
23.4.07 BAUMA
Eine der größten Messen in Deutschland ist die BAUMA. Sie wird ziemlich genau alle drei Jahre in München abgehalten. Heute ist der erste Tag. Das wusste ich, hatte es aber vergessen. Es fiel mir wieder ein, als ich heute Morgen um 7:15 im Auto saß. Für die paar Kilometer nach Dornach war ich 2 Stunden unterwegs. Ja!! Deutschland boomt! Der Aufschwung ist da!
Mein Training ist etwas Besonderes. Ich habe den Eindruck, dass ich den vorwiegend weiblichen Teilnehmerinnen eine neue Perspektive auf Ihren Job ermöglichst habe. Es war der erste Teil eines Trainings, der in 2 Wochen fortgesetzt wird. Ich bin schon gespannt, wie es weiter geht.
Ober-Ding oder Ob-Erding? Wenn man auf die Landkarte sieht, findet man den Nachbarort Notzing. Overthing and Nothing? Schwer zu finden sind beide Orte. Aber wegen der Nähe zum Münchner Flughafen im Aufschwung.
Ich bin früh von zu Hause angereist. Nach dem Aufbau meiner Utensilien genehmige ich mir ein Frühstück im Gastraum. Nach kurzer Zeit gesellt sich ein älterer Herr zu mir. Später stellt sich heraus, das es „da Opa“ ist. Ich beichte, dass ich eine der Zeitungen vom großen Familientisch ausgeborgt habe. Er sagt „Is mia ah rechd. Steed eh überoill dees gleiche drin.“ Eine Dame seines Alters bringt mir mein Spiegelei, das ein Rührei ist. Is eh des gleiche. Später sehe ich, dass im Eingangbereich ein Hochzeitsfoto der beiden ausgestellt ist. Ich tippe auf 1940.
An diesem Montag nach Ostern erwartet uns wundervolles Wetter. Wir nehmen das Mittagessen draußen ein. Die Sonne scheint und da Opa flirtet mit den weiblichen Teilnehmerinnen. Einem Handy-Junky zeigt er den besten Empfangsplatz im Innenhof des Landgasthofs. So ist Bayern: Beständig auf der Suche nach dem Modernen.
17.4.07 Oberding und Fahrt nach Haiger
Haiger ist eine Grenzstadt. Zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Haiger hat eigentlich keine eigene Autobahnausfahrt. Das liegt auch am Gelände. Aber nur auch. Last Exit Haiger ist entweder Würgendorf oder Dillenburg. Dazwischen liegt Haiger am Hang. Wenn Sie Haiger nur sehen wollen, fahren Sie einfach die A45 nach Norden und gucken Sie nach links unten. Ich muss raus fahren. In Haiger finde ich auch kein Hotel. Also schlafe ich in Würgendorf. Das ist Deutschland.
Mein Hotel schläft schon, als ich komme. Aber mein Schlüssel steckt. Das ist schön. Nach 4 Stunden Fahrt habe ich Lust auf ein Getränk. Leider kann das beste Hotel am Platz diese Lust nicht befriedigen. Ich stelle meine Tasche aufs Zimmer und nehme die Autobahn zur nächsten Ausfahrt Dillenburg. Ein schönes Städtchen mit hohen Fachwerkbauten. Leider sind auch hier die Gehsteige um 22 Uhr schon fest verriegelt. Gut dass es Tankstellen gibt. Noch ein Wasser und eine DVD auf dem Notebook.
18.4.07 Haiger und Würgendorf
Nach dem Training noch ein Gespräch mit einem Geschäftspartner. Ich lerne viel. Als ich in das Hotel zurück komme ist der Bär los. Was gestern verwaist war ist jetzt der Quell des Lebens. Ich bekomme keinen regulären Parkplatz mehr auf dem Gelände. Das Restaurant ist voll. Menschen in bequemer Freizeitkleidung nehmen viel Raum ein und Grillpfannen zu sich. Schon wieder Deutschland. Fast zum Gongschlag um 22 Uhr sind alle weg. Ach so geht das.
19.4.07 Fahrt nach Frankfurt
Wenn Sie jemals in der Gegend von Bad Homburg Lust verspüren Golf zu spielen, dann versuchen Sie es zu unterdrücken. Geben Sie auf keinen Fall Ihr Geld für ein Greenfee auf dem Golfplatz dort aus. Zumindest nicht in diesem Jahr. Ich war mit meinem Partner dort. Miserable Greens. Baustelle an fast jeder Bahn. Jeder Club der etwas auf sich hält, reduziert die Gebühr, wenn der Platz in diesem Zustand ist. In Bad Homburg hat man das nicht nötig.
Mein Partner legt Wert darauf, dass der Platz zumindest insofern schön ist, dass es ihm gelungen ist, einen 280 Meter Abschlag zu produzieren. Wir erwähnen nur am Rande, dass das Fairway rund 80 Höhenmeter unter dem Abschlag liegt. Und wir lassen komplett unerwähnt, dass der Autor eine der schlimmsten Chaos-Runden seines jüngeren Golflebens erlebt.
20.4.07 Flughafen Frankfurt
Sind Sie schon mal hinten um den Flughafen Frankfurt herumgefahren? Mörfelden wäre ein guter Ausgangspunkt. Sie erleben eine Landschaft zwischen Industrie und Polizeikontrolle, zwischen Power und Verkehrsberuhigung. Das gibt es wohl nur hier in Deutschland. Ein Wirtschaftsmagnet um den sich die Menschen scharen und gleichzeitig dessen Kraft verfluchen. „Schluss mit Fluglärm“ lesen Sie an Plakaten, die in Rufweite zur Startbahn stehen. Aufgehängt an Häusern, die erst seit weniger als 20 Jahren stehen. So sind wir. Schnäppchen mit dem Grundstück und dann klagen.
Nach unserem Termin bitte ich um eine Revenge. Golfplatz Hanau. Respekt. Perfekte Bahnen. Super Greens. Anspruchsvolle Bahnen. Ich fange schwach an und schaffe zum Schluss fast den Ausgleich. Am letzten Loch wird’s noch mal spannend. Sollte nicht sein, aber: Ein gelungener Tag!
23.4.07 BAUMA
Eine der größten Messen in Deutschland ist die BAUMA. Sie wird ziemlich genau alle drei Jahre in München abgehalten. Heute ist der erste Tag. Das wusste ich, hatte es aber vergessen. Es fiel mir wieder ein, als ich heute Morgen um 7:15 im Auto saß. Für die paar Kilometer nach Dornach war ich 2 Stunden unterwegs. Ja!! Deutschland boomt! Der Aufschwung ist da!
Mein Training ist etwas Besonderes. Ich habe den Eindruck, dass ich den vorwiegend weiblichen Teilnehmerinnen eine neue Perspektive auf Ihren Job ermöglichst habe. Es war der erste Teil eines Trainings, der in 2 Wochen fortgesetzt wird. Ich bin schon gespannt, wie es weiter geht.
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